Sein erster Gipfel

Er ist klein. Aber er will Großes. Nepomuk ist vier und will endlich einen Gipfel besteigen. Das möchte er schon eine ganze Weile, genaugenommen sein halbes Leben lang, aber bisher scheiterte das Vorhaben entweder an den äußeren Bedingungen oder seinen knallharten Vorgaben: Mit Besteigen meine er Besteigen, nicht etwa Hinaufgetragen-werden. Hätte er gesagt, wenn er es denn mit zwei schon so hätte formulieren können. Heute kann er es. Und auf die Frage welchen Gipfel denn, kam prompt: „Den höchsten. Natürlich.“ Das „natürlich“ betonte er dabei so, als würde er routiniert auf eine der vielen Suggestivfragen antworten, die man den Kindern häufig stellt. „Ein Gipfel mit Kreuz und Felsen und ganz weit oben.“
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Heimwärts!

Nach einem herrlichen Sommer auf der Alm machen sich gut 200 Ziegen auf und marschieren zusammen mit ihren Hirten zurück ins heimische Mittenwald

Eine Ziege müsste man sein. Zumindest eine Mittenwalder Ziege im Sommer. Denn dann hätte man mit großer Wahrscheinlichkeit das Glück, gut behütet wunderbare Wochen auf duftenden Almwiesen zu verbringen: Mal hier und da ein Kraut am Ufer eines klaren Bergsees geknabbert, dem freundlichen Hütejungen etwas Salziges aus der Hand geschleckt und vor lauter Lebensfreude ein paar Bocksprünge gemacht. (mehr …)

Bienensterben

Vom Leiden der heimlichen Helfer

Sie klingen plötzlich zynisch, die ersten Zeilen eines bekannten Kinderliedes: „Summ, summ, summ, Bienchen, summ herum! Ei, wir tun dir nichts zu leide, flieg nur aus in Wald und Heide…“ Viele Bienen sterben derzeit den treu sorgenden Imkern unter den Händen weg. Eine eindeutige Ursache ist nicht auszumachen. Man steht weltweit vor einem Rätsel. Nur eines kann man mit Sicherheit sagen: Der Mensch ist bei dieser Sache gewiss nicht unschuldig. (mehr …)